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Was ist eigentlich L-Arginin?

Was ist L-Arginin?

Aminosäuren sind die elementaren Bausteine der Proteine (Eiweiße) des Körpers. Sie werden für den Muskel- und Hautaufbau benötigt und sind auch für ein funktionierendes Immunsystem unerlässlich. Von den insgesamt 20 proteinogenen Aminosäuren gelten acht für den Menschen als essentiell, d.h. diese Aminosäuren können vom Körper nicht erzeugt werden und müssen daher in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden.

 

L-Arginin ist semi-essentiellen Aminosäure, welche über die Nahrung aufgenommen, sowie auch vom Körper selbst aus anderen Aminosäuren gebildet werden kann. Während der Bedarf an L-Arginin im Alter steigt, nimmt die Fähigkeit der Eigensynthese hingegen ab.

 

Physiologische Funktion von L-Arginin

L-Arginin ist ein essentieller Baustein für Proteine und Vorläufersubstanz (Präkursor) für Stickstoffmonoxid (kurz: NO). Zusätzlich ist L-Arginin an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Die proteinogene basische Aminosäure steigert über die Freisetzung von Wachstumshormonen (u.a. Prolaktin und Glukagon) indirekt den Muskelaufbau und unterbindet gleichzeitig die Anreicherung von Fett im Muskelgewebe.

 

Als Vorstufe des Neurotransmitters NO, steuert L-Arginin die Erweiterung der Blutgefäße und führt so zu einer Verbesserung des Blutflusses und zu einer Verringerung der Zusammenlagerung der Blutblättchen (Thrombozyten-Aggregation). So kann ein erhöhter Blutdruck normalisiert und (arteriosklerotische) Gefäßschäden verringert werden. Durch die - über NO vermittelte - gefäßerweiternde Wirkung strömt das Blut „freier“ durch die Gefäßbahnen und versorgt die Muskelzellen effektiver mit Nähr- und Sauerstoff. Das Resultat ist eine festere Muskulatur, welche wiederum eine intensivere Trainingsintensität ermöglicht. BodybilderInnen nützen die gefäßerweiternde Wirkung von L-Arginin auch dazu, den sogenannten „Pump-Effekt“ in den Muskeln zu fördern und so Höchstleistungen während des Trainings zu erzielen. Da L-Arginin auch den Abbau von Stoffwechselprodukten unterstützt, reduziert sie zusätzlich die Regenerationszeit (v.a. nach starker Belastung) signifikant.

 

In der Prävention sowie der begleitenden Behandlung von Erektionsstörungen (leichter bis mittlerer Stärke) kann über die gefäßerweiternde Wirkung des L-Arginins ein ausreichender Einstrom von Blut in den Schwellkörper des Penis, bei gleichzeitiger Unterbindung eines übermäßigen Rückflusses, gewährleistet werden.

 

Darüber hinaus verstärkt L-Arginin die Wirkung von Insulin (unterstützt normale Blutzucker- und Fettwerte), fördert die Synthese von Kreatin (essentiell zur verbesserten Verbrennung von Nährstoffen (u.a. Fetten und Proteinen)) und unterstützt den Körper gemeinsam mit L-Ornithin, L-Citrulin und L-Asparginsäure bei der Entgiftung von zelltoxischem Ammoniak (Harnstoff-Zyklus) - insbesondere bei herabgesetzter Leberfunktion - sowie bei der Regulierung und Steuerung des Immunsystems.

 

Allerdings ist bei der Einnahme von L-Arginin bei Personen, welche blutdrucksenkende Arzneimittel (wie Kalziumantagonisten) oder PDE-5 Hemmer (wie Viagra) einnehmen, sowie zu manifesten Autoimmunerkrankungen mit einer TH1-Dysbalance oder akutem Herpes simplex neigen, Vorsicht geboten!

Quellen

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